Holding gründen: Wie viel Geld braucht man?

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Zuletzt aktualisiert am 3. Juli 2026

Holding gründen in Deutschland: Um eine Holding zu gründen, benötigt man in Deutschland je nach gewählter Rechtsform unterschiedliche Geldbeträge. Hier sind die wichtigsten Informationen:

Auf einen Blick

  • Für eine Holding-GmbH sind mindestens 25.000 € Stammkapital nötig (mind. 12.500 € eingezahlt).
  • Eine Holding-UG ist bereits ab 1 € Stammkapital möglich.
  • Nebenkosten: Notar, Handelsregister, Beratung – meist im niedrigen vierstelligen Bereich.
  • Laufend fallen Buchhaltung und Jahresabschluss für Holding und Tochter an.

Das nötige Stammkapital

Das erforderliche Stammkapital hängt von der gewählten Rechtsform ab:

  • Für eine GmbH-Holding sind mindestens 25.000 Euro Stammkapital nötig, wovon mindestens die Hälfte (12.500 Euro) bei der Gründung eingezahlt werden muss.
  • Bei einer AG-Holding beträgt das Mindest-Stammkapital 50.000 Euro.
  • Eine UG (haftungsbeschränkt) kann bereits mit einem Stammkapital von 1 Euro gegründet werden.

Nebenkosten Gründung einer Holding

Neben dem Stammkapital fallen weitere Kosten an:

  • Notarkosten: Etwa 600 Euro bei Verwendung eines Musterprotokolls für eine GmbH mit einem Gesellschafter.
  • Handelsregistereintrag: Circa 200 Euro.
  • Gewerbeanmeldung: Etwa 30 Euro.

Tipp

Die laufenden Kosten zweier Gesellschaften lohnen sich meist erst ab spürbaren Gewinnen oder einem geplanten Verkauf – rechnen Sie den Steuervorteil gegen den Mehraufwand.

Laufende Kosten einer Holding

Die Gesamtkosten für die Gründung einer Holding-GmbH mit einem Gesellschafter belaufen sich somit auf etwa 830 Euro, zusätzlich zum erforderlichen Stammkapital.

Für den laufenden Betrieb einer Holding sollte man mit jährlichen Kosten rechnen:

  • Typischerweise fallen jährliche Ausgaben zwischen 5.000 und 15.000 Euro an.
  • Diese setzen sich zusammen aus Buchführung, Jahresabschluss, Steuerberatung, eventueller Wirtschaftsprüfung, Geschäftsführung und weiteren Verwaltungskosten.
  • Eine konservativere Schätzung geht von etwa 2.000 Euro pro Jahr für IHK-Beiträge, Steuerberater, Registergebühren etc. aus.

Kostenüberblick

Insgesamt sollte man für die Gründung einer Holding-GmbH mindestens mit einem Kapitalbedarf von etwa 26.000 Euro rechnen (25.000 Euro Stammkapital plus ca. 1.000 Euro Gründungskosten). Bei einer UG kann man die Gründung theoretisch schon mit deutlich weniger Kapital durchführen, sollte aber die laufenden Kosten nicht unterschätzen. Experten empfehlen oft, ab einem jährlichen Gesamtgewinn von 250.000 bis 500.000 Euro über eine Holding-Struktur nachzudenken.

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Gründungskosten im Detail

Neben dem Stammkapital fallen bei der Gründung einmalige Kosten an. Für eine Holding-GmbH müssen mindestens 25.000 € Stammkapital gezeichnet sein, von denen bei der Gründung mindestens 12.500 € eingezahlt werden. Eine Holding-UG ist bereits ab 1 € möglich, muss aber einen Teil des Gewinns als Rücklage ansparen.

  • Notar (Beurkundung, Gesellschaftsvertrag): meist mehrere hundert bis rund 1.000 €.
  • Handelsregister-Eintragung: rund 150 €.
  • Beratung (Steuerberater/Rechtsanwalt) für die Strukturierung: je nach Aufwand.
  • Optional: Musterprotokoll senkt die Notarkosten bei einfachen Strukturen.

Laufende Kosten zweier Gesellschaften

Eine Holdingstruktur bedeutet in der Regel zwei Gesellschaften – Mutter und Tochter. Für beide fallen laufend Buchhaltung, Jahresabschluss und gegebenenfalls Steuerberaterkosten an. Diese laufende Belastung ist der wichtigste Faktor in der Gesamtrechnung und sollte realistisch eingeplant werden.

Wann sich die Holding wirklich lohnt

Die Vorteile – allen voran die rund 95 % steuerfreie Veräußerung von Tochteranteilen nach § 8b KStG – entfalten sich vor allem dann, wenn Gewinne in der Struktur reinvestiert werden oder ein späterer Verkauf geplant ist. Wer Gewinne dagegen sofort privat entnimmt, holt den Mehraufwand selten herein. Eine Modellrechnung über mehrere Jahre zeigt, ab wann sich die Struktur trägt.

Lesetipp: Erfahren Sie, welche Gesellschaften von der Veröffentlichungspflicht befreit sind.

Martin Bergmann
Über den Autor
Martin Bergmann
Sanierungsgeschäftsführer & Insolvenzverwalter

Seit über 10 Jahren begleitet Martin Bergmann als Sanierungsgeschäftsführer Unternehmen in der Krise – und kennt beide Seiten des Tisches: als Unternehmer und als Insolvenzverwalter. Bei Bergmann & Kollegen in Köln berät er Geschäftsführer beim Verkauf, bei der Sanierung und der geordneten Abwicklung ihrer GmbH.